Synology Disk station 1x1
Hardware
Gerätetypen
- DS: Disk Station, Standalone NAS
- RS: Rack Station, zum Einbau in Serverschränke
- DX: Disk Station eXpansion, nur Erweiterungseischübe für DS
- RX: Rack Station eXpansion, nur Erweiterungseischübe für RS
- FS: Flash Station; Arbeitet nur mit Flash Laufwerken
- SA, UC: Besonders hoch skalierber, für besondere Leistungsansprüche
- NVR: Network Video Recorder, für Überwachungsaufgeben
- VS: Video Surveillance: Nur mit Survaillance Station ausgerüstet
Modellreihe / Jahr
Die letzten zwei Ziffern geben die Jahreszahl der Modellreihe an
Festplatteneinschübe
Die ein oder zwei Ziffern vor der Jahreszahl geben die Anzahl der unterstützten(!) Festplatteneinschübe an. Dabei muss es sich nicht zwingend um die Anzahl der im Gehäuse möglichen Einschübe handeln. So kann eine DS923 mit vier EInschüben im Gehäuse nochmal fünf Platten ein einem DX Gehäuse unterstützen.
Als Festplatten am besten die von WD (red series) oder Seagate (Iron-Wolf); ggf. auch Toshiba.
Serien
Meist als suffix angegeben.
- j Einsteigerserie mit 1-4 Festplatten. Günstiger, schwächer, unterstützen nicht alle Anwendungen; z.B.kein Transcoderiern von Videos.
- slim: besonders kompakt gebaut, meisnt nur für 2.5 Zoll Festplatten. Ansonsten eher wie j-Serie.
- Value Serie (nur Zahl ohne Zusatz oder Bezeichnung play): Leistungsfähiger als j-Serie, meist mit Transcodierung. Für mehrere Benutzer und wenige Anwendungen ode rviele Anwendungen bei wenig Benutzern.
- +: Erhöhte Leistungsfähigkeit, schneller Multiuserbetrieb und schnelles Synchronisieren in Echtzeit bei mehreren Nutzern. für KMU geeignet.
- xs und xs+: Hohe Leistungsfähigkeit, meist mehr Hauptspeicher, gut skalierbar.
- FS: Eigene Serie mit eigenem Benenungssystem. Nur mit Flashspeicher, für besonders viele Schreib- und Leseoperationen und kürzeste Zugriffszeiten
Einrichten
Benutzer ändern/einrichten
Standardmäßig werden admin und guest als Benutzer angelegt. Beide sollte man deaktivieren.
Hierzu in Control-Panel/User einen neuen Admin anlegen und der Usergroup administrators (und user) zuordnen. Adminnamen und Passwort merken! Ausloggen und mit neuem admin-account wieder einloggen. Dann alten "admin" account disablen (kann nicht gelöscht werden).
Bei gleicher gelegenheit unter Control-Panel/Groups gleich Benutzergruppen und unter Control-Panel/User neue BEnutzer nach BEdarf anlegen, den Gruppen zuweisen und Zugriffsrechte verteilen.Ports ändern
Standardmäßig nutzt DSM die ports 5000 (http)und 5001 (https). Diese sollten gleich geändert werden; insbesondere, wenn die DS im externen Netz verfügbar sein soll.
Webstation (Fileserver)
Disk station
WebDAV
Per WebDAV kann man eigentlich seine NAS Dateien ins Dateisystem vom eigenen Rechner einhängen; sowohl im lokalen Netzwerk als auch von remote aus. Eigentlich...
Man braucht dafür
- eine eigene IP-Adresse für die eigene domain (z.B. via dynDNS, Synology DNS, selfhost, FritzBox, ...) oder eine statische IP-Adresse vom Provider
- ein SSL Zertifikat (z.B. von Let's encrypt)
- die Portfreigabe auf dem Router (das kann die Synology selbsttändig bei einigen Routern vornehmen; z.B. bei der Fritzbox. Eigentlich ganz praktisch). WebDAV nimmt normalerweise die ports 5005 (http) und 5006 (https) in Anspruch
Das ganze funktioniert aber ggf. überhaupt nicht; daher das "Eigentlich...". Abhilfe schaffen hier drei Dinge:
- Beim Benutzernamen auf der Synology auf Leerzeichen verzichten (und Umlaute und alles andere, was Probleme machen könnte)
- unbedingt http auf https unleiten
- Als Sicherheitslevel mittlere Sicherheitsstufe auswählen; sonst haben MS und evtl.auch OSX Probleme
Beispiel:
Auf der Synology von Lisa ist u.a. Benutzer "Fritzchen" angelegt mit Passwort "123456". Als Webordner sind u.a. "Dokumente", "Dateien", "Vertraege", "Handbuecher" angelegt. Sie befinden sich standardmäßig in einem Unterverzeichnis "web" (kann man auf der Synology auf der Filestation einsehen; und sollte var/services/web sein, wenn man als ad min per z.B. putty und ssh direkt auf der Synology eingeloggt ist) und Fritzchen hat aus Dokumente und Handbuecher Zugriff.
Die Synology hat von Lisa den Namen "SynoNAS" verpasst bekommen und Lisas Domäne heißt "LisasNetz.selfhost.eu". Dafür hat sie bei Selfhost einen DDNS EIntrag und sich bei Let's encrypt ein SSL Zertifikat besorgt.
Dann kann sich Fritz auf seinem Mac über "Finder|Gehe zu|Mit Server verbinden..." mit Lisas Synology verbinden, indem er als Adresse "https://LisasNetz.selfhost.eu:5006" als eingetragener Benutzer "Fritzchen" mit "123456" verbinden und bekommt im Finder dann die Ordner Dokumente und Handbuecher angezeigt.
Ggf. kommt eine Sicherheitsmeldung, dass ein unbekanntes Zertifikat vorgefunden wurde. Hier das Zertifikat annehmen.
Würde er stattdessen sich mit "https://LisaNetz.selfhost.eu:5006/Handbuecher" verbinden, so würde nur der Ordner Handbuecher in sein Dateisystem eingehängt und dort erscheinen.
Unter Windows läuft es ähnlich: Im Explorer "Dieser PC" anklicken und dann oben mit "Netzlaufwerk verbinden" oder "Netzwerkadresse hinzufügen" mit der Synology verbinden. Die Angaben wie oben. Am besten auch "Verbindung beim Anmelden wiederherstellen" und (wichtig!) "Verbindung mit anderen Anmeldeinformationen herstellen". Dann kann Fritz seine "anderen" Anmeldeinformationen (nämlich die auf der Synology hinterlegten) eingeben: Wie oben "Fritzchen" und "123456". Auch hier kommt ggf.eine Zertifikatswarnung. Das Zertifikat sollte angenommen werden.
Wenn Fritz "Netzwerklaufwerk verbinden" ausgewählt hat, dann konnte er einen Laufwerksbuchstaben wählen. Unter diesem Laufwerksbuchstaben findet er nun die Ordner Dokumente und Handbücher (oder nur Handbuecher; analog zu oben).
Hat er sich jedoch per "Netzwerkadresse hinzufügen" verbunden, dann erscheint Lisas SynoNAS unter Netzwerk und beim Draufklicken werden dann die beiden für Fritz freigegebenen Ordner (oder eben nur der Ordner Handbuecher) aufgelistet.
Impressum und Erklärung zum Datenschutz