Dann stelle ich mich doch gerade mal selber vor...

Am Anfang war das Wort...
"Der Junge braucht eine Eisenbahn". Mit diesem Satz soll mein Vater kurz nach meiner Geburt im Jahre 1968 eine Minitrix-Anfangspackung und noch einige extra Schienen angeschleppt haben.

Die erste Platte (und die zweite und die dritte)
Aus dem was gerade so im Keller aufzutreiben war, wurde dann auch die erste Platte aufgebaut, die jedoch nie so richtig fertig wurde, allerdings schon über Oberleitungsbetrieb verfügte. Natürlich war ich noch zu klein, um damit unbeaufsichtigt spielen zu dürfen. Daher wurde dann nach ein paar Jahren eine Gleisplanmatte von Minitrix gekauft und auf eine eigene Platte geklebt. Schienen draufgeschraubt, etwas Elektrik und ein paar Häuserlein und fertig. Super, endlich eine eigene Eisenbahn! Nach einiger Zeit war diese Anlage etwas langweilig und hatte keine Brücke, keinen Tunnel o.ä. aufzuweisen. Also begann ich selber, mir eine eigene Anlage zu planen, in die ich einiges vom Konfirmationsgeld reinsteckte. Diese sollte natürlich größer als die alte sein und neben einer Brücke und einem Lokschuppen große Radien aufweisen. Die großen Radien wurden natürlich nicht aus Gründen der Realitätstreue gewählt; sie waren mehr die Gewähr dafür, daß bei Zugwettrennen selbige nicht zu schnell aus den Gleisen kippten. Irgendwie war die neue Anlage aber dann doch nicht viel anders ausgefallen als die kleine: drei verschlungene Ovale mit zu kurzen Bahnhofsgleisen...

Nach der Pause
Während Abi und Studium ist es dann ganz ruhig um die Modellbahn geworden, bis ich vor einiger Zeit (muß wohr '96 oder '97 gewesen sein) dieses Hobby wieder entdeckt habe: endgültig von dem Anlagenoval geläutert baue ich nun Module, da diese handlicher sind und aufgrund ihrer Größe die Chance haben, jemals richtig fertig zu werden. Dabei bemühe ich mich, die Fehler von früher vermeiden; mal sehen, wie's funktioniert. Vorteil von Modulen ist zum Glück, daß bei Nichtgefallen nicht die ganze Anlage sondern nur der unschöne Teil erneuert werden muß. Hauptsächlich soll Epoche III vorherrschen, wobei aber alles von Ep. II bis IV toleriert wird. Ich bin da nicht so pingelig.
Die Anlage soll spielbar sein, die Vorbildtreue ist wünschenswert, aber nicht das Maß aller Dinge. Anlagenthema soll eine doppelgleisige Hauptstrecke für die langen schönen Personenzüge sein, an die eingleisige Nebenstrecken angeschlossen sind, die vom Fahrbetrieb her wesentlich interessanter und abwechselungsreicher sind.

Digital?
Ein Digitalbetrieb war anfangs nicht geplant, da ich noch auf dem Standpunkt stand, daß bei all den elektronischen Helferlein um uns herum -die ich zwar schätze- wenigstens beim Hobby Modellbahn noch alles rein elektrisch und nicht elektronisch erfolgen sollte.
Einmal Blut geleckt habend bin ich dann von dieser Einstellung dann doch wieder abgekommen und der Fahrbetrieb wird nun doch digital -jedoch nicht automatisch (!)- erfolgen.